Was ist ein Karpaltunnelsyndrom?
Was ist das Karpaltunnelsyndrom?
Das Karpaltunnelsyndrom (kurz CTS) zählt zu den häufigsten Erkrankungen im Bereich des Handgelenks.
Es entsteht, wenn der Nervus medianus – auch als Handmittelnerv bekannt – im sogenannten Karpaltunnel eingeengt wird.
Dieser Tunnel ist ein schmaler Durchgang, der von den Handwurzelknochen und dem festen Band, dem Retinaculum flexorum, gebildet wird.
Der Nervus medianus verläuft gemeinsam mit Sehnen durch diesen Tunnel und ist für das Gefühl sowie die Beweglichkeit von Daumen, Zeige-, Mittel- und Teilen des Ringfingers verantwortlich. Kommt es zu einer Einengung in diesem Bereich, etwa durch Schwellungen oder Veränderungen im Gewebe, kann der Nerv gereizt oder abgedrückt werden. Typische Folgen sind Kribbeln, Taubheitsgefühle und Schmerzen in der Hand, insbesondere im Daumen, Mittelfinger und Ringfinger.
Das Karpaltunnelsyndrom ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die frühzeitig erkannt und behandelt werden sollte, um dauerhafte Schäden am Nervus medianus zu vermeiden.
Was ist die Therapie und Ursache des Karpaltunnelsyndroms?
Physio Hilfe bei Karpaltunnel - Karpaltunnelsyndrom behandeln
Ein Karpaltunnelsyndrom ist eine schmerzhafte und mitunter auch langwierige Angelegenheit. Von einem Karpaltunnelsyndrom wird in der Medizin gesprochen, wenn eine Schädigung des Nervs im Bereich des Handgelenks vorliegt. Genauer gesagt: im sogenannten Karpaltunnel. Daher kommt auch der Name 💡
Es können Symptome wie Kribbeln und Taubheitsgefühle zwischen Daumen und Mittelfinger auftreten. Ist die Schädigung des Nervs schon weiter fortgeschritten, so kommen auch Schmerzen beim Greifen dazu.
Das Karpaltunnelsyndrom tritt vor allem bei älteren Menschen auf. Frauen sind beinahe viermal häufiger betroffen als Männer 😔
Die Ursachen sind sehr unterschiedlich:
📌 Arthrose im Handgelenk
📌 Schwellungen der Sehnenscheiden
📌 Anatomischer Engpass durch Veranlagung
📌 Brüche, die nicht richtig verheilt sind oder zu knöchernen Veränderungen geführt haben
Sollten Sie den Verdacht haben, unter einem Karpaltunnelsyndrom zu leiden, so zögern Sie nicht und lassen Sie sich schnellstmöglich untersuchen. Denn unbehandelt kann ein Karpaltunnelsyndrom auch sehr schnell chronisch werden.
Wir unterstützen Sie gerne während und nach der ärztlichen Behandlung. Rufen Sie uns einfach an!
Ihr Team von Physiotherapie Wellsana Basel
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Diagnose und Untersuchung des Karpaltunnelsyndroms
Die Diagnose des Karpaltunnelsyndroms basiert in erster Linie auf den geschilderten Symptomen und einer gezielten klinischen Untersuchung. Spezielle Tests wie der Phalen-Test, bei dem das Handgelenk für kurze Zeit gebeugt wird, oder der Tinel-Test, bei dem der Nervus medianus leicht beklopft wird, können Hinweise auf eine Nervenkompression geben. Um die Diagnose zu sichern und das Ausmaß der Schädigung zu bestimmen, werden häufig elektrophysiologische Messungen der Nervenleitgeschwindigkeit durchgeführt. Auch bildgebende Verfahren wie der Ultraschall können eingesetzt werden, um Veränderungen im Bereich des Karpaltunnels sichtbar zu machen. Eine präzise Diagnose ist entscheidend, um die passende Behandlung einzuleiten und die Beschwerden effektiv zu lindern.
Behandlungsmöglichkeiten vom Karapltunnelsyndrom?
Die Behandlung des Karpaltunnelsyndroms richtet sich nach dem Schweregrad der Beschwerden und kann sowohl konservativ als auch operativ erfolgen.
Zu den konservativen Maßnahmen zählen das Tragen von speziellen Handgelenksschienen, die das Handgelenk in einer neutralen Position halten und so den Druck auf den Nervus medianus verringern.
Ergänzend können entzündungshemmende Medikamente und gezielte physiotherapeutische Übungen helfen, die Beschwerden zu lindern und die Beweglichkeit der Hand zu erhalten. In Fällen, in denen die konservative Therapie nicht ausreicht oder die Symptome fortschreiten, kann eine Operation notwendig werden. Dabei wird das Retinaculum flexorum durchtrennt, um den Nerv zu entlasten und die Durchblutung sowie die Nervenfunktion wiederherzustellen.
Karpaltunnel am Handgelenk behandlen
Operation und Nachbehandlung
Die operative Behandlung des Karpaltunnelsyndroms kann entweder offen oder minimal-invasiv (endoskopisch) durchgeführt werden. Nach dem Eingriff wird in der Regel eine Handgelenksschiene angelegt, die die Beweglichkeit der Finger erhält und das Handgelenk stabilisiert. Es ist wichtig, das Handgelenk regelmäßig vorsichtig zu bewegen, um die Mobilität zu fördern und Verklebungen im Gewebe zu vermeiden. Die vollständige Belastbarkeit der Hand ist meist nach 6 bis 8 Wochen wiederhergestellt. Viele Patientinnen und Patienten berichten bereits kurz nach der Operation über eine deutliche Besserung der nächtlichen Beschwerden. Taubheitsgefühle oder Empfindungsstörungen, die vor dem Eingriff bestanden, können jedoch länger anhalten, da sich der Nerv erst langsam erholt. Eine frühzeitige Aufklärung über die Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und die richtige Nachsorge ist entscheidend, um eine erfolgreiche Therapie zu gewährleisten und dauerhafte Schäden an der Hand zu verhindern.











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