Lymphdrainage

Wir haben Arterien und Venen im Körper. Die Arterien pressen mit hohem Druck das Blut bis in die kleinsten Blutgefässe und bringen damit alles zu den Zellen was diese benötigen. 
Die Venen bringen, aus physikalischen Gründen, ca. 90% wieder zurück zum Herzen.
Das Lymphsystem verläuft paralell zu den Venen und leitet aktiv die Flüssigkeit zurück zum Herzen, die die Venen nicht abtransportieren können (ca. 10%).
Das Lymphsystem kann kurzfristig bis zu 500% dieser Menge abtransportieren.
Das macht sich die Lymphdrainage zu nutzen und fördert die Lymphflüssigkeit, die aufgrund von Störungen im Gewebe abgelagert ist, mechanisch in die Lymphgefässe und damit in den Kreislauf zurück. 
Störungen können entstehen durch : Traumen, Unfälle, Operationen, Stauungen, angeborene Lymphgefäss-Fehlbildungen, und anderes.
An den Beinen kann man Lymphstauungen durch 2 kurze Tests von Wasserablagerungen unterscheiden.
1) Kleine kreisende Bewegungen, mit Druck auf dem Schienbein für ca. 20 sekunden. Es bildet sich eine kleine Einbuchtung. Wenn sich diese Einbuchtung innerhalb von Sekunden wieder füllt, dann ist es Wasser im Gewebe. das äussert sich auch dadurch, dass man mehrmals Nachts auf die Toilette muss. Die Beine sind dann Morgens wieder Normal schlank. Ist die Einbuchtung nach einer Minute oder mehr noch zu fühlen, dann ist es eine Lymphstauung.
2) Man versucht die Haut am Grundgelenk des 2. Zehs abzuheben. Kann man problemlos eine Hautfalte greifen und abheben, dann ist es kein Lymphödem.
Bei Wasserablagerungen in den Beinen suchen Sie bitte Ihren Arzt auf, denn die Ursache dafür ist meistens eine Rechtsherzinsuffizienz. 
Bei der manuellen Lymphdrainage wird durch eine spezielle Massagetechnik der Lymphfluss beschleunigt, oder wieder in Gang gebracht.
Dabei beginnt man an der Mündung der Hauptlymphgefässe ins Herz, oberhalb des Schlüsselbeins.
Danach gibt es mehrere Möglichkeiten, je nach Beschwerdebild.
Bei den oberen Extremitäten macht man die Lymphknoten in den Achseln frei und arbeitet sich Schrittweise von der Achsel bis zu den Fingern.
Bei den unteren Extremitäten macht man die Leistenlymphknoten frei und arbeitet sich bis zu den Zehen vor.

 

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